Konzept



Konzeption

 

Lerntherapeutische Praxis

 

Familienatelier

 

Andrea Berghaus

 

Frielinghausen 35

 

51789 Lindlar

 

02266/1219

 

berghaus@wundersam-wirkend.de

 


Übersicht

 

1 Vorwort mit Leitbild

 

2 Gegenstände

 

3 Zielgruppe und Zielsetzung

 

3.1 Zielgruppen

 

3.2 Kennzeichen der Zielgruppen

 

3.3 Förderdiagnostiken

 

3.4 Vorgehen

 

4 Leistungen

 

4.1 Strukturen

 

4.2 Inhalte

 

4.2.1 Gruppenarbeit

 

4.2.2 Begleitende Elternarbeit

 

4.2.3 Fachdidaktische Arbeit

 

4.3 Kontrolle / Evaluation

 

4.4 Räumlichkeiten

 

4.5 Kooperationen

 

4.6 Qualitätssicherungen

 

5 Finanzierungen

 

6 Literatur

 


1 Vorwort: Meine Vorstellungen mit Leitbild

 

 

 

"In uns selbst liegen die Sterne des Glücks"

 

 

 

Die Bedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen,

verändern sich und sind in einem rasanten Wandel begriffen.

 

Seit Jahrzehnten schon individualisieren sich Lebensentwürfe, werden traditionelle Rollenmuster abgelegt.

 

Werte und Maßstäbe der vorangegangenen Generationen taugen kaum noch zur Orientierung.

 

Die Anpassung an unsere gesellschaftlichen Normen und Werte verlangt jedem Einzelnen immer mehr Mobilität und Flexibilität ab.

 

Immer häufiger bedürfen Kinder, Jugendliche und deren Familien einer

Begleitung  und Unterstützung.

 

Während meiner jahrelangen (heil) pädagogischen Tätigkeit 

habe ich es mir zur Aufgabe gemacht,

Kinder, Jugendliche und deren Familien in ihren Lebenssituationen zu begleiten,

ihre Kompetenzen zu fördern und mit ihnen gemeinsam ihre persönlichen

Ressourcen zu zu entdecken und zu stärken.

 

Jeder Mensch, egal wie klein oder groß, wie jung oder alt, wie gesund oder krank,

birgt Fähigkeiten in sich,

sein Leben mit zugestalten und seinen Weg zu finden,

manchmal mitprofessioneller Unterstützung.


Leitbild

 

 

 

In meiner fachlichen Tätigkeit  verstehe ich mich  sich als sozialer Dienstleister für Menschen.

 

Hierbei begleite ich  Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie Familien mit dem Ziel, selbst bestimmt und eigenverantwortlich leben zu können, die Individualität jedes Menschen zu wahren,

 

sich an seinen Ressourcen zu orientieren und diese mit situationsbezogenen  Angeboten  weiter zu entwickeln.

 

Es werden gemeinsam mit den Beteiligten Grenzen ausgelotet,

was  sie aus eigener Kraft leisten können und wo Anforderungen ihr Leistungs- und Bewältigungsvermögen übersteigen.

 

Wenn persönliche Überlastung oder strukturell bedingte Grenzen erkennbar werden, wird durch externe Unterstützung eine Entlastung geschaffen.

 

 

 

Fachlichkeit, Empathie, Kreativität, Innovation … und eine Spur von Idealismus

 

 

 

In meiner pädagogischen Tätigkeit  setze ich engagiert meine persönlichen und fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Wohl der von mir begleiteten und betreuten Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien ein.

 

Hierbei  lege ich  in der täglichen Arbeit Wert auf Fachlichkeit und Empathie,  auf Kreativität, innovative Ideen, Optimismus, Geduld

und eine Spur von Idealismus.

 

 

 

Präventive Arbeit

 

 

 

Prävention in der Kinder- und Jugendhilfe ist ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Arbeit.

 

So ist die Entwicklung von Projekten, die dieser Anforderung gerecht  werden oder die präventive Arbeit mit Hilfen zur

Sicherstellung des Kindeswohls miteinander verbinden, besonders wichtig.

 

Strukturiertes Handeln, unterstützt die Planung der Arbeit und gewährleistet die konsequente Umsetzung von Zielen.

 

Kontinuierlich wird von mir überprüft, ob die bisher verwendeten Strukturen und Arbeitsmittel eine hohe Qualität der Angebote sicherstellen oder ob Veränderungen notwendig sind.

 


2 Gegenstand

 

 

 

Die vorliegende Konzeption beschreibt ein Angebot entsprechend der Rahmenleistungsbeschreibung:

 

Ambulante therapeutische Leistungen gemäß SGB VIII; Anlage D.5 „Leistungstyp 3:

 

 

 

Integrative Lerntherapie als Bestandteil der Eingliederungshilfe (§ 35a SGB VIII).

 

 

 

Es handelt sich um eine Einzel und gruppenbezogene integrative Lerntherapie, die Kinder und Jugendliche mit schulischen Problemen dabei unterstützen soll, sich zu altersgemäßen, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.

 

Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche mit schulischen Schwierigkeiten im Alter von fünf bis vierzehn Jahren.

 

Das Angebot soll überwiegend von Kindern genutzt werden, die in der  Schule im Lesen, Schreiben oder Rechnen

über einen längeren Zeitraum Misserfolge haben, obwohl sie offensichtlich über gute Anlagen verfügen.

 

Diese Hilfe zur Erziehung gemäß § 27 Abs.3 i. V. m. § 35a biete ich in den Räumen meiner Immobilie  in Lindlar an.

 

Oftmals haben diese Kinder Sekundärproblematiken entwickelt, die den Eltern oder Lehrern primär auffallen und als hauptursächlichen für den vorgefundenen Leidensdruck erscheinen.

 

Dies können zum Beispiel Schulverweigerung, Hausaufgabenkonflikte, aggressives und oppositionelles Verhalten, sozial-emotionalem Fehlverhalten gegenüber

 

Mitschülern sowie Lehrkräften oder Rückzug sein.

 

Das deviante Verhalten der Schüler macht eine gesonderte Förderung notwendig, da es Ihnen als sehr hilfreich erscheint, ihre aktuelle soziale und psychische Situation bewältigen zu können.

 

So sind entsprechende Verhaltens- und Leistungsmerkmale als Kompensationsstrategien  der Schüler im System von Schule, Eltern und SELBST zu interpretieren, ohne diese ihr "Selbst" einen traumatischen Schaden nehmen würde.

 

Demzufolge kann nur ein integrativer Ansatz Erfolge bezüglich der (Re-)Integration der Schüler in ihren schulischen Kontext erzielen.

 

Auf Grundlage individueller Diagnostik und unter Einbezug bestehender psychoneurotischer Sekundärproblematiken sowie eventuell bestehender sozialer Integrationsprobleme in die Behandlung werden im Rahmen einer integrativen Lerntherapie

grundlegende inhaltliche und  psychische Voraussetzungen für einen Neuanfang in Bezug auf das Lernen an sich geschaffen.

 

In der Arbeit mit den Betroffenen dominiert dabei ein ressourcenorientiertes und lösungsorientiertes Vorgehen.

 

Das familiäre und das schulische Bezugsystem werden durch Eltern  – und Familiengespräche,

sowie durch die Zusammenarbeit mit den Schulen mit einbezogen.

 

Ziel ist, dass der Schüler wieder Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit gewinnt,

selbstständig lernt und seine schulischen Leistungen verbessert.

 

In Bezug auf die angewandte Methodik teile ich die Erkenntnis und die Erfahrungen von  Betz & Breuninger,

dass schlechte Methoden das Resultat auch nicht bei erneuter Wiederholung ändern können,

sondern eher das gezeigte Verhalten verstärken werden.

 

Insbesondere deswegen sind eine begleitende Evaluation des Vorgehens und der Methodik, sowie die Selbstreflexion der Betreuer wichtig für den Erfolg (vgl. Kapitel 4.3).

 

Das Arbeiten in der Gruppe und im Einzelsetting sollte übergreifend in allen Phasen des Vorgehens ein konsequentes Arbeiten am Selbstwert der Schüler und Eltern bedeuten.  

 

Es sollte selbstwirksame Strategien vermitteln und auf eine wertschätzende und empathische Weise erfolgen.


3 Zielgruppe und Zielsetzung

 

 

 

3.1 Zielgruppen

 

 

 

Mein Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf im Alter zwischen 5 und ca. 14 Jahren. Der besondere Förderbedarf kann entweder durch eine vorhandene Diagnose nach ICD – 10 (F 91, F 90, F 83) schon feststehen oder befindet sich gerade im diagnostischen Prozess.

 

Die Angebote richten sich auch an Betroffene, die noch keine „diagnostische Kariere“ hinter sich haben und davon unbeschadet professionelle Hilfe für ihre schulischen Probleme erhalten sollen.

 

 

 

3.2 Kennzeichen der Zielgruppe

 

 

 

Menschen sind abhängig von ihrem Kontext.

 

Je nach dem, auf welche Umwelt ein Mensch bei seiner Geburt trifft, wird diese seine Schwächen und Stärken fördern oder hemmen.

 

Sozial deviantes Verhalten und Leistungsstörungen entstehen deshalb oftmals aus einem Teufelskreis aus sich verstärkenden ungünstigen Voraussetzungen.

 

Entscheidende Faktoren sind die vorhandene psychische Struktur und Ressourcen des Einzelnen, sein kognitives Niveau sowie sein Kontext (Familie, Schule etc.), welche auf den gegebenen gesellschaftlichen Rahmen treffen.

 

Die Pathogenese der beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten (bzw. – Störungen) kann man wie folgt verstehen:

 

Bei Verkettung mehrerer ungünstiger Faktoren kann es zu ersten Reaktionen im System kommen. Wird auf diese nicht adäquat reagiert, folgen erste Kompensationen, z.B. (Aggression, Rückzug, Vermeidung, Leugnung).

 

Diese führen unweigerlich zu Defiziten in der Leistung, der Selbstkontrolle und – noch viel schlimmer – im Selbstwert der Schüler.

 

In Folge dessen werden dann die Kompensationen in Form von Verhalten und beschädigtem Selbstwert chronifiziert.

 

 

Relevant für die beschriebenen Gruppen sind Kinder, die nach ihren Leistungs- und  Verhaltensmerkmalen  

Symptome nach ICD-10 Störung des Sozialverhalten, (F 91) ,Hyperkinetische Störung (F 90) und komorbiden Störungen wie bei der kombinierten  Entwicklungsstörungen (F 83) aufweisen.

 

 

 

3.3 Förderdiagnostiken

 

 

 

Zur Sicherstellung einer optimalen Betreuung sollte eine ständige Evaluation und Abstimmung der Methodik betrieben werden.

 

Dies kann durch ein förderdiagnostisches Vorgehen realisiert werden.

 

Dabei werden regelmäßig die Lern-, Selbst-, Persönlichkeits- und Beziehungskompetenzen der Schüler über spielerische Methoden erhoben.

 

Nur so ist es möglich, sicher abzuschätzen, ob gegebenenfalls Schüler einer Einzelbetreuung bedürfen.

 

Das ist wichtig, weil diese Intervention (die Herausnahme eines Schülers aus einer bestehenden festen Gruppe), von Schülern und Eltern immer auch als zusätzliche Repression verstanden  werden könnte und der Kompensationsdruck beim Schüler weiter gesteigert wird.

 

 

 

3.4 Vorgehen

 

 

 

Das Vorgehen ist gegliedert in drei wesentliche Teile, welche teils analog teils parallel stattfindenden.

 

Es besteht somit aus:

 

-      einem sozialen Lern- und Verhaltenstraining,

 

-      Körper und wahrnehmungsbezogene Interventionen

 

-      einer begleitenden Elternarbeit und

 

-      einem fachdidaktischen Teil.

 

 

 

Der Selbstwert der Schüler soll von Anbeginn der Hilfe durch die Integration positiver Erfahrungen gestärkt werden. 

Erst dann kann es gelingen, dass der Schüler die Hilfe annimmt  und diese nicht als weitere Repression versteht.

 

Die Interpretation von Hilfe als Repression sowie Reaktion des Kontextes auf das Verhalten der Schüler ist bei den meisten angebotenen Hilfen der größte Stolperstein.

 

Mit meinem persönlichkeitsbezogenem Vorgehen kann dies und somit eine eskalierende  Gruppendynamik und Kräfte zehrenden Arbeit vermieden werden.

 

Des Weiteren wird zu Beginn der Arbeit der Aufbau sozialer Fertigkeiten angeregt. Diese sind grundlegend für die das Verhalten ändernde Annahme von positiven Gruppenerfahrungen.

 

Dabei ist es wichtig, die Schüler in die Situation zu bringen, positive Erfahrungen für sich neu zu realisieren und in den Selbstwert zu integrieren.

 

Im weiteren Verlauf wird besonderes Augenmerk auf die Integration neuer Problemlösungsstrategien in den Alltag der Schüler gelegt, mit denen allmählich vorhandene Kompensationen abgebaut werden können.

 

Mit der Vermittlung von kognitiven, metakognitiven und ressourcenbedingten Strategien werden den Schülern Möglichkeiten gegeben, bereits vorhandene Defizite abbauen zu können und die eigene Integration in den normalen Alltag anzuregen.

 

 

 

Durch die Verbesserung der Lern- und Leistungsmotivation infolge von Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Schüler werden Grundsteine für eine erfolgreiche Lernkarriere gelegt.

 


4 Leistungen

 

 

 

Alle weiteren möglichen Leistungen meines Wirkens sind auf folgender Webseite dokumentiert:

 

 

 

www.wundersam-wirkend.de

 

 

 

 

 

4.1 Strukturen

 

 

 

Die Lerntherapie ist konzipiert für Einzelsitzungen und ggf. für feste Gruppen von ca.

 

4 Kindern / Jugendlichen, die bezüglich der Verhaltensäußerungen und dem Alter hin homogenisiert sind.

 

 

 

Die Lerntherapie ist über mindestens 12 Monate konzipiert.

 

Am Anfang steht die Elternarbeit im Vordergrund, welche zu Beginn der Behandlung beratend stattfindet.

 

 Danach wird die Elternarbeit positiv begleitend  durchgeführt.

 

Die Einzelarbeit und ggf. die Gruppenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen (soziales Lern- und Verhaltenstraining) beginnt inhaltlich moderat und wird dann angemessen gesteigert.

 

Mit der fachdidaktischen Arbeit wird je nach vorhandenem Defizit kurz nach Beginn der Lerntherapie begonnen.

 

 

 

4.2 Inhalte

 

 

 

4.2.1 Lerntraining

 

 

 

Schwerpunkt des Lerntraining, bzw. der Lerntherapie  ist die intensive sozialpädagogische Förderung des Schülers einzeln oder ggf. auch im Gruppenkontext.

 

Dieses Lerntraining wird individuell auf jedes Kind ausgerichtet und durch vielfältigste Materialien und durch vielfältige räumliche und inhaltliche Gegebenheiten positiv unterstützt.

 

 

 

 Dabei soll der Schüler Folgendes sammeln:

 

 

 

- Gruppenerfahrungen (Selbst- / Fremdbild – Veränderung von Attributionen),

 

- Leistungserfahrungen (Entwicklung eines positiveren Selbstbildes) und

 

- Anerkennungserfahrungen (positive Konsequenzen auf angepasstes Verhalten).

 

Die Methodik zielt dabei auf einzelne zu erfahrende und erlernende Schwerpunkte ab, die in einer Folge nacheinander erarbeitet, „erlebt“ und in das aktuelle Verhalten integriert werden:

 

 

 

a)    Verbesserung der Konzentration und zentralen Motorik, Impuls Steuerung,

 

 Selbstwirksamkeit

 

b)   Offene vs. indirekte Aggressionen, Darstellungsfähigkeit, Sozialverhalten,  

 

Eigenwahrnehmung

 

c)    Aufschluss über Konfliktthemen und Selbsteinschätzung

 

d)   Aufdeckung und Verbalisierung unbewusster Motive, Ängste, Aggressionen,

 

 Relativierung von Machtstereotypen

 

e)    Auseinandersetzung mit der Macht von Autoritäten, Begegnungen mit eigenen

 

 Hemmungen

 

f)    Entspannung, ggf. Gruppendynamik, Verbalisieren und Differenzieren von Gefühlen, Feedback

 

g)    Kennen lernen von unterdrückten / befürchteten Eigenschaften, Vergleich des

 

Sozialverhaltens zum Anfang

 

h)   Entspannung, Leistungsverhalten im Stress, Selbstinstruktionen

 

i)     Sozialverhalten bei kognitiver Beschäftigung, Konzentration, Merkfähigkeit,

 

Gruppenmotivation

 

j)    Fehlattributierungen, Bewertungen, Umgang mit Schwäche, Demonstration der

 

 Wirkungslosigkeit der gewählten Kompensationen

 

 

 

 Beispiel einer ersten Sitzung

 

1) Ankommen

 

a. Begrüßung

 

b. Abholen des Kindes aus seiner Stimmungslage

 

2) Ganzheitliches Öffnen und Rückmeldung

 

a) Körperarbeit bezüglich der Propriozeptivität (Tiefensensibilität)

 

b) Wahrnehmungsbezogene Körperübungen (Gleichgewicht/Raum-Lage

 

     Wahrnehmung/Visio-Motorik)

 

3) Thema und Inhalte der gemeinsamen Zeit  besprechen

 

a. Hinführung zum Thema

 

i. Lockerungsübungen bezüglich der Graphomotorik (Wackelstifte)

 

ii. Informationen über weitere Inhalte

 

iii. Konzentrationsübungen

 

iv. Pause

 

b. Durchführung der themenbezogenen Inhalte  (LRS, Dyskalkulie)

 

i. Erarbeiten und Erleben von themenbezogenen Strategien und Lerninhalten

 

ii. Lernen durch Bewegung und durch Kreativität

 

iii. Pause und Lockerungsübungen bezüglich der Körpererfahrungen (Brain-Gym)

 

c. Skalierung, Erfahrung, Verbalisierung von Gefühlen und Eindrücken

 

d. Feedback bezüglich der Selbstwirksamkeitsprozesse

 

4) Abschlussspiel/ -Belohnung

 

5) Aufräumen, Feedback an die Eltern und Verabschieden

 

6) Dokumentation, Verlaufsplanung

 

 

 

4.2.2 Begleitende Elternarbeit

 

 

 

Schwerpunkte der Elternarbeit liegen in der Vermittlung von Informationen, Beratung und Elterngruppenarbeit, welche eine intensive Begleitung erfordert.

 

Es bedeutet, sie zu ermutigen, Misserfolge zu entdramatisieren und Hilfen in der Regel dann zu geben, wenn sie gewünscht werden.

 

Innerhalb der Familie soll das Kind in den Vordergrund rücken.

 

Der Erfolg hängt ab von der generellen Bereitschaft und im Verlauf des Projektes von der konstruktiver Teilnahme aller Eltern.

 

Eine verbindliche Teilnahme wird daher für die betreffenden

 

Eltern angestrebt, um eine ganzheitliche Förderung umsetzen zu können und um

 

zu vermeiden, dass Schüler nach der Förderung in bekannte erlernte Strukturen zurückfallen können.

 

Die Schüler sind dann nicht mehr gezwungen, Kompensationen im häuslichen Kontext

 

aufrechtzuerhalten, die in der Gruppenarbeit „konstruktiv“ vergessen werden konnten.

 

 

Elternabende können folgende Themen beinhalten:

 

 

 

a) Was sind Kompensationen und warum braucht sie mein Kind?

 

b) Wie sehe ich mein Kind und es sich selbst? (Selbst- / Fremdbild, Verantwortung / Erwartungen, Schuld / Kontrolle)

 

c) Welche Vorstellungen und Bewertungen haben wir?

 

d) Wie verhält sich mein Kind? (Konsequenzen von adäquatem (kindgerechten) Verhalten)

 

e) Wovor hat es Angst und was kann es in seiner Angst leisten?

 

f) Wie gestaltet sich das Arbeitsverhalten meines Kindes? (Zeit / Struktur /

 

    Arbeitsplatz /Ausstattung)

 

g) Wie kann ich es motivieren? (Ermutigen statt Demütigen, Motivierungstechniken)

 

h) Was sind seine Bedürfnisse? (Grundbedürfnisse nach Liebe und Anerkennung,

 

    Absprachen)

 

i) Wie kann ich es weiterhin fördern? (Förderung durch Tätigkeiten,

 

    Spielen und Selbstständigkeit, Selbststeuerung von Verhalten)

 

 

 

 4.2.3 Fachdidaktische Arbeit

 

 

 

In der fachdidaktischen Arbeit steht zunächst die Bearbeitung der Arbeitssituation und der Arbeitsplanung im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf werden dann die individuellen Problemfelder (je nach „Diagnose“) der Kinder / Jugendlichen bearbeitet.

 

Dabei wird immer auf die Trennung von Spiel und Arbeit geachtet, ein Vorgehen in kleinen Schritten praktiziert, jeweils an einem Fehlerschwerpunkt und mit aufsteigender Schwierigkeit gearbeitet und der Schüler zur Selbstständigkeit hingeführt.

 

Mittel um die geplanten Ziele zu erreichen sind Motivationshilfen, Rituale, Visualisierungen, Verbalisierungen und der Einsatz von symptombezogenen Techniken.

 

 

 

 4.3 Kontrolle/Evaluation

 

 

 

Regelmäßige Evaluationen sind in meinem Angebot fest verankert und  ermöglichen es, die angewendeten Methoden und Techniken zu hinterfragen und individuelle Anpassungen vornehmen zu können.

 

Die Kooperation mit allen am Prozess beteiligten Akteuren wird dadurch verbessert, die Methoden und Techniken bleiben aktuell und wirksam.

 

 

 

4.4 Räumlichkeiten

 

 

 

Seit September 2018 bin ich als Fach- und Lerntherapeutin in einer eigenen Praxis tätig.

 

Es handelt sich hierbei um Räumlichkeiten, die sich Lindlar befinden.

 

Hierbei handelt es sich um 75 qm Raum Fläche, die sich wie folgt aufteilen:

 

a)    Bewegungsraum, bzw. Motorik Raum mit vielfältigen Möglichkeiten zur individuellen Körperarbeit.

 

b)   Lerntherapie Raum mit allen Möglichkeiten und Materialien zum Erfassen von lernbezogenen Inhalten. Dies bezieht sich zum einen auf die Vorschulfähigkeit und zum weiteren auf die Lerntherapeutische Arbeit. Dieser Raum ist auch für die Erziehungs- Familien und Konfliktberatung ausgelegt.

 

c)    Warteraum für die Eltern mit Kaffee, Wasser und Literatur

 

d)   Toilette mit Badewanne und Waschbecken

 

e)    2000 qm Garten, Stall, Reitplatz und Therapie Pferd für die körperorientierte und tierunterstütze Therapie

 

 

 

 4.5 Kooperationen

 

 

 

Die Kooperation mit allen im System der Kinder/Jugendlichen arbeitenden Helfern (Eltern, Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Psychologen) soll zu einer adäquaten individuellen Hilfeplanung führen sowie der Überprüfung der Methodik und des Vorgehens dienen.

 

 

 

Hinzu kommen die Abstimmung sowie der fachliche Austausch mit den pädagogischen Fachkräften des Schulhortes, um das Kind gut vorbereitet in eine Nachmittagsbetreuung zu führen.

 

 

 

 

4.6 Qualitätssicherungen

 

 

 

Ziel meines effektiven und strukturierten Handelns ist eine planvolle, zielorientierte und reflektierte Arbeit an der Projektumsetzung. Durch umfangreiche Fort- und Weiterbildungen, sowie hoher fachlicher Kompetenz gelingt es mir, den hohen Anforderungen eines solchen Projektes gerecht werden, gewährleistet auch durch genutzte Angebote wie Supervision,  interne sowie externe Weiterbildung und einem regelmäßigen fachliche Austausch. Dies gewährt die kontinuierliche Qualitätssicherung im laufenden Projekt.


5 Finanzierungen

 

 

 

Es gibt zwei Möglichkeiten einer Finanzierung.

 

Alle Kunden zahlen die Unterstützung und Förderung aus privaten Mitteln.

 

Ein Wunsch ist es, den Eltern folgende Möglichkeit zu eröffnen:

 

Durch eine Kooperation mit dem Jugendamt wäre die Finanzierung gemäß der Berechnung des Fachleistungsstundensatzes nach

 

der Leistungsbeschreibung für Hilfen nach § 35a SGB VIII, Integrative Lerntherapie als Eingliederungshilfe, Leistungstyp 3 möglich.

 

Bisher finden Gespräche bezüglich einer Kooperation mit dem Jugendamt statt.


 

 6 Literatur

 

 

 

iWender, P.H. & Wender, E.H.: Das hyperaktive Kind und das Kind mit Lernstörungen, Otto Maier

 

Verlag Ravensburg

 

iiBetz, D. & Breuninger, H. (1998): Teufelskreis Lernstörungen. Theoretische Grundlegung und

 

Standardprogramm, Psychologie Verlags Union

 

iiiICD 10, Deutscher Ärzteverlag

 

ivMutzeck, W.: Förderdiagnostik. Konzepte und Methoden, Beltz Verlag

 

vPetermann, U.: Entspannungstechniken für Kinder und Jugendliche, Beltz Verlag

 

viMetzig, W. & Schuster, M.: Lernen zu lernen, Springer Verlag

 

Lehmann, M. & Eitmann, J.: Einführung in die systemische Lerntherapie, in Vorb.

 

 


Es gibt unendlich viele Voraussetzungen, Anliegen und Fragen bezüglich einer Lerntherapie.

In diesem Rahmen lassen sich nur anteilig Antworten auf Fragen geben.

Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf, wenn Sie Fragen haben.

Neben der Lerntherapie sind auch weitere vielfältige unterstützende Interventionen möglich.

Liebe Grüße,

Andrea Berghaus


Copyright:Andrea Berghaus

 

Lindlar, aktuelle Fassung zum Januar 2019