Wie sich das eigene Selbstkonzept auf das Lesen und Schreiben auswirkt …


Wir haben erste Augenblicke mit uns selbst.

Wir erkennen nicht von Anfang an, dass dies ein Bild von uns selbst ist.

Vieles stellt sich im Spiegel dar und alles spiegelt sich in uns selbst.

Wie sehen wir uns, wenn ein Spiegel ein Bild von uns zeigt?

Welches Selbstbild haben Kinder von sich selber?

 

Das Bild, welches Menschen von sich selber haben,

zeigt Wirkung auf das Bild, was von der Welt besteht.

 

Das Selbstbild zeigt Wirkung auf das Selbstwert und richtet sich

nach uns selber aus.

 

"Zeige deinem Spiegelbild ein Lächeln".

 



Im Leben eines Menschen wir der Blick ind den Spiegel konkreter.

Wir haben Erfahrungen mit uns selber, mit unserem Leben und mit dem Wirken anderer Menschen gemacht.

Wir bekommen täglich ein "Feedback" und so manches Mal fragen wir uns:" Ok, was nun?"

Zeigt uns das Feedback anderer Menschen auf, dass wir uns in unserer Persönlichkeit verändern sollen?

In welchen Situationen wird uns vorgeschlagen, uns anders zu verhalten?

Stellt uns das Feedback in unserer Persönlichkeit in Frage?

Wir machen und viele Gedanke über die Gedanken anderer auf unsere Person bezogen.

Wie geht es unseren Kindern mit ihrem Selbstbild und Selbstwert?

Wie kommen unsere Kinder damit zurecht?


Zur „Selbst- Kompetenz“ gehört bezüglich der Selbstwahrnehmung ein positives Selbstbild und Selbstkonzept.

 

Wenn Kinder ihre eigenen Interessen entdecken und Gefühle wahrnehmen dürfen, hilft der Lehrer und „Lern – Therapeut“ nicht nur beim isoliertem Lesen- und Schreiben lernen.

 

Das Kind wird  auch durch vielfältige individuell abgestimmte Materialien und Methoden zum besserem Leseverständnis und kreativem Schreiben motiviert.

 

Es besteht ein Schwerpunkt auf das positive Erleben, und die aktive Teilnahme und ein selbstbestimmtes Mitgestalten ist dabei sehr positiv tragend.

 

„Können wir heute an meinem Plakaten weitermachen?“, fragt mich „Anna“ (Name verändert). Sie möchte gern auf ihrem „Ich-bin-ich“-Plakat ihre Interessen und Eigenschaften weiter gestalten.

 

Nach ihrem Namen hat sie bereits ihr Lieblingstier, ihr Lieblingswort, ihr Lieblingsessen, ihren Lieblingsfreund, ihr Lieblingsfach und ihr Lieblingshobby auf dem Plakat notiert und illustriert.

 

Wer solch ein schönes Plakat sieht, kann viel über sich selber und andere über sich selbst erfahren.

 

Dies führt zu Gesprächsanlässen, die wiederum vielfältige gemeinsame Ideen und Gedanken möglich machen. Das Kind sieht sein Plakat mit allen liebevoll gestalteten Inhalten. Auch die Eltern haben viele tolle Gedanken zu solch einer Darstellungsform.

 

Es stellt sich selbst in seiner Persönlichkeit und Liebenswertigkeit dar. Dies gestaltet sich in Schrift und in Bildern.

 

 


 

 

Schön ist es, wenn sich unsere Kinder verbunden fühlen.

Lernen bedeutet Verbindung auf vielfältigen Ebenen.

 

Es gibt die lernbezogene Ebene bei der man neue Erlebnisse, Erfahrungen und Inhalte in sein Gedanken und Erfahrengut aufnimmt.

 

Es gibt eine gefühlsbezogene Ebene, die das Gelernte mit guten Gefühlen, Kontakten und Verbindungen verknüpft.

 

"Gemeinsam in eine gute Richtung wirken."


Beim Lesen und Schreiben Strategien entwickeln



Jeder Schüler braucht

Schreib- und Leseerfahrungen, um mit Selbstvertrauen an Lösungen herangehen zu können.

Für das korrekte rechtschriftliche Schreiben werden in Stufen Rechtschreibstrategien eingeführt, z. B. Silben weiterschwingen, Wörter verlängern, Wörter ableiten und Merkwörter lernen.

Durch eine parallele Erweiterung des Wortschatzes lernen die Schüler, immer mehr Wörter richtig zu schreiben.

 

Selbstvertrauen benötigen die Schüler auch im Leseprozess.

Manche von ihnen raten mehr als sie lesen.

Diese Textrater werden von mir bereits zu Schulbeginn herausfiltert, um ihnen Hilfen in Form von silbenmarkierten Texten, größeren Buchstaben und kürzeren Texten anzubieten.

Durch positive Ansprache und Lob wird das Kind schnell Erfolge verzeichnen können und Freude am Lesen finden. 

 

 

Damit die Kinder ihre eigene Meinung ausbilden und mitteilen können, kommt dem Kompetenzbereich „Sprechen und Zuhören“ in meiner Therapieeinheit eine wichtige Bedeutung zu.

 

Hier biete ich den Kindern zum Beispiel Geschichten an, in denen sie sich in die Rolle von Personen versetzen können.

 

Geschichten laden dazu ein, im Rollenspiel in andere Rollen zu schlüpfen, das Verhalten der Personen zu analysieren und zu reflektieren und immer wieder mit anderen Menschen in den Dialog zu treten.

 

 

 

 



Ziele für den Erfolg in das Blickfeld rücken …

 

 

Auch in anderen Fächern fordern Lese- und Sachtexte die Schüler immer wieder zur Beantwortung von Fragen und zu eigenen Stellungnahmen heraus.

Im Rahmen einer „Lerntherapeutischen Unterstützung“ lernt das Kind auch das Übertragen der Inhalte eines Textes auf die eigene Lebenswirklichkeit und auf andere Unterrichtsfächer.

 

 

Hier müssen die Kinder zum Beispiel überlegen und argumentieren, warum ein Haustier für sie infrage kommt oder nicht.

Oder: Ob sie wie die Person im Buch gehandelt hätten und warum. 

Dieser Sachverhalt wird neben der Schriftform in weitere kreative und entwicklungsfördernde Bereiche übertragen

und sichtbar, ggf. hörbar gemacht.

 

 

Neben allen inhaltlichen Aspekten spielt hier immer wieder die positive Lernerfahrung eine Rolle.

Alle Kinder, „Schüler“  sollten daher nicht durch zu lange Texte oder Schreibsequenzen überfordert werden,

um die Beschäftigung mit der Schrift nicht negativ zu besetzen.

 

 

 Eine frühe Diagnostik der Lesefähigkeit beim Zusammenschleifen der Buchstaben zunächst zu Silben, dann zu Wörtern, bestenfalls im Vorlesen, ist hier sinnvoll.

Im Rahmen einer „Lerntherapeutischen Unterstützung“ kann das Leseverständnis durch Bild-Wort-Zuordnungen, später durch Stolperwörtertexte, bei denen in jedem Satz ein überflüssiges Wort steckt, in den Blick genommen werden. 

 

 

Es geht nur mit und nicht ohne Beteiligung des Kindes.

 

 

Das Selbstwert ist wie eine Zaubertüre …

 

 

Es öffnet Wege und den Blick auf Chancen und einem guten Weg …