Warum gerade Kinder mit Lernschwierigkeiten von kleinen Übungseinheiten profitieren
Die Sommerferien sind für Kinder etwas Besonderes.
Ausschlafen.
Spielen.
Zeit mit der Familie verbringen.
Neue Abenteuer erleben.
All das ist wichtig.
Und genau deshalb sollen Ferien auch Ferien bleiben.
Doch gerade Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche, einer Rechenschwäche, Konzentrationsproblemen oder anderen Lernherausforderungen stehen nach sechs Wochen häufig vor einer besonderen Aufgabe:
Sie müssen vieles erst wieder neu aktivieren.
Unser Gehirn lernt durch Wiederholung
Unser Gehirn speichert Informationen nicht dauerhaft, nur weil wir sie einmal gelernt haben.
Neue Verbindungen im Gehirn werden vor allem dann stabil, wenn sie regelmäßig genutzt werden.
Bleiben diese Wiederholungen über längere Zeit aus, fällt das Abrufen häufig schwerer.
Das betrifft Erwachsene genauso wie Kinder.
Warum der Schulstart manchmal so schwerfällt
Viele Eltern beobachten nach den Sommerferien:
"Mein Kind konnte das doch vor den Ferien!"
Und tatsächlich stimmt das oft.
Die Fähigkeiten sind meist nicht verschwunden – sie sind nur weniger leicht abrufbar.
Besonders Kinder mit Lernschwierigkeiten brauchen häufig etwas länger, bis sie wieder an den Lernstand vor den Ferien anknüpfen können.
Lernen in den Ferien bedeutet nicht: Schule spielen
Wenn ich von Lernen in den Ferien spreche, meine ich keine täglichen Arbeitshefte über mehrere Stunden.
Ganz im Gegenteil.
Oft reichen schon kurze, abwechslungsreiche Einheiten.
Zum Beispiel:
☀️ 10 Minuten lesen.
🎲 Ein kleines Rechenspiel.
🚲 Zahlen beim Fahrradfahren entdecken.
🛒 Im Supermarkt gemeinsam rechnen.
📖 Eine spannende Geschichte lesen und darüber sprechen.
🎯 Konzentrationsspiele.
🧩 Gedächtnisübungen.
Kinder lernen besonders gut, wenn Lernen mit positiven Erlebnissen verbunden ist.
Was kann die Lerntherapie in den Ferien leisten?
Die Ferien bieten häufig genau das, was im Schulalltag oft fehlt:
Zeit.
Kein Notendruck.
Keine Klassenarbeiten.
Keine Hausaufgaben.
Dadurch entsteht Raum, in Ruhe an den Fähigkeiten zu arbeiten, die im Alltag häufig zu kurz kommen.
In der Lerntherapie können wir zum Beispiel:
- das Lesen festigen,
- Rechenstrategien sichern,
- Konzentration trainieren,
- das Selbstvertrauen stärken,
- Lernfreude erhalten,
- und bereits erarbeitetes zu wiederholen.
Oft starten Kinder dadurch deutlich entspannter ins neue Schuljahr.
Kleine Schritte reichen völlig aus
Niemand erwartet, dass Kinder in den Ferien täglich lange lernen.
Viel wichtiger ist die Regelmäßigkeit.
Schon wenige Minuten mehrmals pro Woche können helfen, Gelerntes zu erhalten.
Das entlastet viele Kinder zum Schulbeginn und erleichtert den Wiedereinstieg.
Gemeinsam das Beste für Ihr Kind
Jedes Kind ist anders.
Deshalb gibt es auch keine allgemeingültige Lösung.
Manche Kinder brauchen vor allem Erholung.
Andere profitieren davon, zwischendurch kleine Lernimpulse zu bekommen.
Gemeinsam finden wir einen Weg, der zu Ihrem Kind passt – ohne Druck, aber mit einem klaren Blick auf seine Entwicklung.
Denn Ferien sollen Freude machen.
Und manchmal gehört dazu auch ein kleines bisschen Lernen – damit der Start ins neue Schuljahr leichter gelingt.
Herzlichst
Andrea Berghaus
Integrative Lerntherapeutin
Wundersam Wirkend – Familien- und Erziehungsberatung
© Andrea Berghaus – Alle Rechte vorbehalten.





