Mein Kind im Irrgarten



Wir erleben unsere ersten Eindrücke dort, wo es nicht jeder vermutet.

Im "Mutterleib".

Was wir dort genau erleben, kann ich euch leider nicht mehr mitteilen, weil dies bei mir zu lange her ist.

Wenn wir auf die Welt kommen, haben wir im besten Fall alles das, was wir zum Überleben und Gedeien brauchen.

Wir haben den Körper, die Seele und unser Gehirn.

Im besten Fall ist das Gehirn so entwickelt und ausgeprägt, dass es gesund ist und uns gut in unserer Entwicklung unterstützt.

Das Gehirn ist wie ein Maisfeld,

dies erzählte mir vor Jahren einer meiner Professoren.

Das Gehirn besteht aus vielen Bestandteilen, die ineinander greifen.

Stellt euch ein Maisfeld vor.

Wir kommen auf die Welt und bringen nur bedingte Erfahrungen mit uns.

Es gab Bewegungen, es gab Ruhe, Aktion, Stimmungen und Geräusche.

Es gab Verbindungen und Rückschlüsse.

Auf der Welt gaben uns unsere engsten Verbindungen in ihren Möglichkeiten Halt.

Wir erlebten die ersten Eindrücke und zogen daraus Rückschlüsse.

Der erste Weg im Maisfeld war gelegt.

Es kamen Erfahrungen dazu und so manche Erfahrung führten zu einer festen Spur im Maisfeld.

Wir erlebten Eindrücke die uns zur Reaktion motivierten und dieser Weg fand seine Spur im Maisfeld.

Immer wenn wir uns bestätigt oder aufgefordert fühlten, reagierten wir.

Unsere Reaktionen verinnerlichten sich und so sah man die Spur im Maisfeld um so deutlicher.

Die Verbindung war gefunden und festgetreten.

 


https://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher_Hund



Egal wie kompliziert das Gehirn aufgestellt ist um so einfacher ist der Rückschluss.

Es geht im Leben um vieles und um eins: Das Gefühl!

Wir machen Erfahrungen, ziehen Rückschlüsse und verhalten uns.

Unser Verhalten wird in und zu allen Lebenszeiten von unserer Umwelt un Umgebung erfasst, erkannt, und vielleicht auch bewertet.

Wenn unser Verhalten bewertet wird, gibt es Rückschlüsse durch das Verhalten der anderen, welche wieder zu uns zurück geführt werden.

Falls wir dazu in der Lage sind, richten wir uns aus und orientieren uns neu.


Christian schafft es nicht.

Christian hat erlebt, dass er anders ist als die anderen.

Seine Erfahrungen waren so prägend, dass er abwehrend, ablehnend und aggressiv reagierte.

Sein Gehirn hat diese Erfahrungen als bedrohlich abgespeichert und auch wenn er es anders regeln möchte, ist die fest konditioniert.

Viele Situationen erscheinen bedrohlich und die Reaktion ist so automatisiert, dass kein Halten mehr möglich ist.

Der Weg im Maisfeld ist so vertrampelt, dass es keine Sicht auf weitere Wege gibt.

 


Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Konditionierung und hierzu müsste ich ein weiteres Kapitel eröffnen.

Nun ist es passiert und das Kind steht sich selber, seiner Umgebung und seiner Familie hilflos gegenüber.

Wie kann man diesem Kind helfen?

Es gibt Möglichkeiten, die Konditionierung neu zu organisieren.

Hierzu zählt zum einen die Verhaltens- und die Ergotherapie.

Diesbezüglich wäre der Schwerpunkt auf die "Propriozeptive Wahrnehmung" und auf die Verhaltenstherapie bezogen.

Die bisherigen Wege im Maisfeld werden durch ein intensives Training ergänzt und erweitert durch neue mögliche Wege und Verhaltensweisen.

Jede Veränderung bedarf das Gefühl, das Mitwirken und das Einverständnis des Kindes.

 


https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefensensibilit%C3%A4t


Diese Thema ist sehr umpfangreich.

Falls Ihr Fragen habt, meldet euch bitte bei mir :-)